Das Wichtigste im Überblick
- Ende Juli 2026 tauchten tausende Claude-Chats in Google auf – mit teils sensiblen Inhalten.
- Ursache: Nutzer hatten Chats geteilt, Google indexierte die öffentlichen Links.
- Ayunis Core ist nicht betroffen – und kann es strukturell auch nicht sein.
- Grund: Gesprächsinhalte werden nach der Antwortgenerierung gelöscht. Beim Anbieter bleibt nichts zurück.
Was passiert ist
Ende Juli entdeckten Nutzer auf Reddit, dass eine gezielte Google-Suche tausende Chatverläufe aus der Claude-Webanwendung zurücklieferte – darunter Zugangsdaten zu Krypto-Wallets, anwaltliche Anfragen und Sozialversicherungsnummern.
Anthropic erklärte: Betroffen waren nur Chats, die Nutzer über die Share-Funktion der Plattform selbst öffentlich gemacht hatten. Google tat dann das, was Google tut – und indexierte die Seiten. Kein Systemeinbruch, aber ein bekanntes Muster: Schon im September 2025 passierte dasselbe mit Claude-Chats, OpenAI hatte ein ähnliches Problem mit ChatGPT im August 2025.
Warum das bei Ayunis Core nicht passieren kann
Erstens: Eine Chat-Share-Funktion gibt es bei Ayunis Core nicht.
Zweitens, und grundlegender: Wenn Ayunis Core eine Anfrage an einen KI-Anbieter schickt, werden die Inhalte nur für die Antwortgenerierung genutzt – danach gelöscht. Der Anbieter speichert nichts. Es entstehen keine Gesprächsprotokolle auf fremden Systemen.
Das Ergebnis: Selbst bei einem unbefugten Zugriff auf Anbieter-Infrastruktur gibt es dort keine Inhalte aus Ayunis Core. Kein Datenleck möglich – weil keine Daten vorhanden sind.
Was Verwaltungen daraus mitnehmen sollten
Im Verwaltungsalltag fließen täglich Inhalte durch KI-Werkzeuge, die nicht öffentlich sein dürfen: Bürgeranfragen, interne Abstimmungen, rechtliche Einschätzungen. Die Frage, was ein Anbieter damit macht, gehört vor den Einsatz – nicht in die Nachbetrachtung eines Vorfalls.
Die DSGVO fordert Datenminimierung. Ein System, das Gesprächsinhalte gar nicht erst aufbewahrt, setzt das technisch um – nicht nur auf dem Papier.
Fazit
Share-Funktionen, öffentliche Links, Suchmaschinen-Crawler – das ist kein Einzelfall, sondern ein wiederkehrendes Muster. Besser als Vertrauen in die Vorsicht der Nutzer ist ein System, bei dem solche Szenarien von Anfang an ausgeschlossen sind. Ayunis Core ist so ein System.
Quelle: heise online, 28.07.2026



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